Berufsunfähigkeit

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig?

Berufsunfähigkeit

Laut GDV-Statistik wird in Deutschland rund jeder Vierte vor Eintritt ins Rentenalter berufsunfähig. Doch nur etwa 30% der Erwerbstätigenhaushalte besitzen eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähig Depression

Diese Zahlen machen deutlich, dass noch immer viele Bürger das Risiko der Berufsunfähigkeit unterschätzen. Im Vorfeld unserer Beratungen erleben wir häufig Meinungen über die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), die fälschlicherweise in der Bevölkerung kursieren. Auf diese Meinungen gehen wir im kommenden Artikel ein und zeigen einige grundlegende Informationen auf, die Sie über die BU wissen sollten.

1. „Der Staat unterstützt mich doch, wenn ich nicht mehr arbeiten kann.“
2. „Ich werde bei meinem Beruf doch sowieso nicht berufsunfähig.“
3. „Eine BU kann ich mir doch gar nicht leisten.“

Diese drei Thesen wollen wir im Folgenden etwas näher unter die Lupe nehmen, damit Sie sich ein Urteil bilden können.

 

These 1.:„Der Staat unterstützt mich doch, wenn ich nicht mehr arbeiten kann.“

Fakt ist, dass sich die gesetzliche Rentenversicherung aus der Absicherung der Berufsunfähigkeit verabschiedet hat. Eine Berufsunfähigkeitsabsicherung seitens des Staates hat es tatsächlich einmal gegeben. Seit 2001 ist die Berufsunfähigkeitsrente für alle nach 1961 Geborenen jedoch Geschichte. Seitdem gibt es die Erwerbsminderungsrente. Diese erhalten jedoch nur Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung, die entweder pflichtversichert sind oder sich mit freiwilligen Beiträgen Ihre Ansprüche sichern. Selbständige, die sich aus der gesetzlichen Rentenversicherung befreien, haben keine Ansprüche.

Doch was muss erfüllt sein, um die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zu bekommen und wie hoch ist sie?

Sollte man aus gesundheitlichen Gründen seiner Arbeit nicht mehr nachgehen können und ist vom Arzt krankgeschrieben, erhält man in den ersten 6 Wochen die volle Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Danach springt die Krankenkasse ein und zahlt über einen Zeitraum von höchstens 78 Wochen ca. 70% des Bruttogehalts. Sollte man danach immer noch arbeitsunfähig sein, springt der Staat in Form der Erwerbsminderungsrente ein. Die Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn man auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus gesundheitlichen Gründen keiner Erwerbstätigkeit von mehr als drei Stunden nachgehen kann (volle Erwerbsminderungsrente). Die Höhe dieser Rente beläuft sich auf ca. 30% des Bruttogehalts! Sollte man jedoch mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden in irgendeiner Tätigkeit arbeiten können, erhält man nur die halbe Erwerbsminderungsrente. Das sind grob kalkuliert ca. 20% des Bruttogehalts. Neben der vorliegenden Erwerbsminderung müssen ebenfalls die beiden folgenden Punkte erfüllt sein:

  • In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen und
  • vor Eintritt der Erwerbsminderung muss die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt sein.

 

Erwerbsminderungsrenten decken häufig nicht das Existenzminimum

Aufgrund der geschilderten Bedingungen ist es häufig schwierig, überhaupt eine Rentenleistung zu bekommen. Hinzu kommt, dass die erstmals gezahlten durchschnittlichen Erwerbsminderungsrenten, lt. Rentenatlas der Deutschen Rentenversicherung 2017, 716,00Euro monatlich betrugen. Hinzu kommt, dass ca. 50 % der Erwerbsminderungs-Rentenanträge in der Vergangenheit abgelehnt wurden. Bei einem Großteil der Bevölkerung kann somit der gewohnte Lebensstandard nicht annähernd aufrecht erhalten werden. Wenn nun auch noch die Person, die das Familieneinkommen erwirtschaftet berufsunfähig wird, kann dies fatale Folgen haben. Denn bestehende Haus- oder Autokredite müssen weiterhin bedient werden. Wer soll das bezahlen?

-Die Bank wird in diesem Fall wahrscheinlich nicht auf die Zahlungen verzichten-

Wenn die Rentenleistungen vom Staat nicht ausreichen, ist der Weg zum Sozialamt leider oft vorprogrammiert. Im Extremfall kann dies bedeuten, dass alle Vermögenswerte wie Ersparnisse oder Immobilenbesitz erst „aufgebraucht“ werden müssen, bevor überhaupt eine Rente gezahlt wird. Genau hier setzt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein und hilft mit einer monatlichen Rente, den Lebensstandard und das Vermögen zu schützen. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung dient somit als Existenz- bzw. Vermögensschutz!

 

These 2.: „Ich werde bei meinem Beruf doch sowieso nicht berufsunfähig.“

Mit dieser These haben wir schon häufig Bekanntschaft gemacht. Dabei können sich zu Beginn unserer Beratung gerade jüngere Menschen und Personen, die im Büro tätig sind, nicht vorstellen, berufsunfähig zu werden. Das hängt oft damit zusammen, dass die meisten sich unter einer Berufsunfähigkeit eine erhebliche Invalidität oder ein Leben im Rollstuhl vorstellen. Wie die untere Statistik der GDV jedoch zeigt, ist die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit nicht das "Knochengerüst", sondern die Nervenkrankheiten, sprich Depressionen, Angststörungen oder Burnout– und das kann jeden treffen (auch oder sogar gerade Personen mit Bürotätigkeiten).

GDV Statistik BU

These 3.: „Eine BU kann ich mir doch gar nicht leisten.“

Die Bedeutsamkeit ist durch die beiden Thesen 1. und 2. im Vorfeld bereits erläutert worden. Es stellt sich für viele nur noch die Frage:

-  Was kostet denn ein solch wichtiger Schutz? -

Aus unserer täglichen Praxis wissen wir, dass viele unserer Kunden, auch die jüngeren, ihre Autos Vollkasko versichern. Das kann schon mal, nur für die Kaskoversicherung, bis zu 1000 Euro im Jahr kosten. Berufsunfähigkeitsversicherungen sind häufig nicht teurer als die Vollkaskoversicherung für das Auto. Wie bereits im Artikel der Schüler-BU beschrieben, richten sich die Kosten für eine Berufsunfähigkeits- versicherung in der Regel nach dem Risiko (ausgeübter Beruf) Eintrittsalter und Gesundheitszustand der zu versichernden Person sowie der gewünschten Absicherungshöhe. Bei bestimmten Erkrankungen kann es zu Risikozuschlägen oder zur kompletten Ablehnung kommen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir bisher für fast jeden unserer Kunden eine passende Lösung gefunden haben, um sich den Schutz bei einer Berufsunfähigkeit leisten zu können.

Fazit

Wir hoffen, dass Sie sich mit Hilfe unserer Beispiele und Informationen ein Bild der Bedeutsamkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung machen konnten. Fakt ist: Eine Berufsunfähigkeit kann jeden treffen! Egal in welchem Alter, in welchem Beruf und zu welcher Zeit!

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie an einer kostenlosen und unabhängigen Beratung interessiert sind, dann kontaktieren Sie uns gerne. Sie können über das folgende Eingabeformular Ihre Kontaktdaten angeben, Fragen stellen oder um einen Rückmeldung bezüglich eines Termins bitten. Sie können uns aber auch gerne direkt telefonisch kontaktieren oder unser Angebot der Online-Beratung in Anspruch nehmen.