Baukredit unterzeichnet…wie geht es nun weiter?

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Im Blog-Beitrag Wie läuft eine Baufinanzierung ab? haben wir bereits einen Einblick in unseren Beratungsablauf bei einer Immobilienfinanzierung gegeben. Im Folgenden soll es um Hinweise und Tipps gehen, wie das weitere Vorgehen nach der Kreditunterzeichnung in den meisten Fällen aussieht.

Mit der Annahme des Baudarlehens ist noch lange nicht alles erledigt. Auch nach der Kreditunterzeichnung stehen wir Ihnen mit weiteren hilfreichen Tipps und Empfehlungen zur Seite. Häufig erleben wir, dass unsere Kunden für die Hilfestellung nach der Finanzierung besonders dankbar sind und wir uns von der herkömmlichen Vorgehensweise deutlich abheben. Ein großer Mehrwert für unsere Kunden. 

Einbeziehen eines NotarsNotar Stempel

Wenn eine passende Finanzierungsvariante gefunden ist und seitens des Kreditinstituts eine Zusage besteht, kann der Notartermin vereinbart werden. Grundstückskäufe müssen über einen Notar abgewickelt werden. Der Käufer kann den Notar bestimmen, da er diesen auch bezahlt. Der Notar erstellt einen Kaufvertragsentwurf, der dem Käufer und Verkäufer zugestellt wird. Die Beurkundung findet in der Regel 14 Tage nach Entwurfzugang statt. Im darauffolgenden Beurkundungstermin stellt der Notar die Personalien des Käufers und Verkäufers fest, liest den Kaufvertrag vor und beantwortet den Parteien offene Fragen. Hier können eventuell letzte Änderungen an der Urkunde vorgenommen werden. Der Notar ist unabhängig und vertritt beide Parteien. Zeitnah nach Zustandekommen des Kreditvertrags erhält der Käufer vom Kreditinstitut einen Grundbestellungsurkundenvordruck zur Weiterleitung an den Notar. Mit der Grundschuld wird der Kredit besichert. Auch dieser wird beurkundet.

Unser Tipp:

Es empfiehlt sich, dem Notar den Grundbestellungsvordruck rechtzeitig, das heißt vor dem Beurkundungstermin für den Kaufvertrag, zukommen zu lassen. Sie sparen sich dadurch die Anreise für einen zweiten Termin – die Kosten für die Grundschuldbestellung verringern sich dadurch jedoch nicht! Zunächst wird der Kaufvertrag mit Ihrem Verkäufer abgeschlossen, im Anschluss kann der Notar Ihre Grundschuld bestellen.

Mit dem Grundbestellungsvordruck erhalten Sie eine Sicherungszweckerklärung. Diese muss von Ihnen unterschrieben an das Kreditinstitut zurückgeschickt werden. Die Sicherungszweckerklärung ist ein Schutz des Darlehensnehmers und schützt diesen davor, dass die Bank im Falle der Zwangsvollstreckung nur die tatsächliche Höhe des Kredits vollstrecken kann.
Die Grundschuld bleibt selbst bei Tilgung des Kredits in voller Höhe im Grundbuch stehen. Wenn Sie z. B. ursprünglich ein Darlehen von 300.000 Euro aufgenommen haben, wird i.d.R. eine Grundschuld in Höhe von 300.000 Euro ins Grundbuch eingetragen. Wenn dieses Darlehen über 20 Jahre von Ihnen getilgt wurde und nun lediglich noch eine Restschuld von 120.000 Euro besteht, könnte die Bank im Vollstreckungsfall die 300.000 Euro fordern. Dies verhindert die Sicherungszweckerklärung.

Wie geht’s nun weiter?

Der Notar schickt den Kaufvertrag zum Grundbuchamt und beantragt gleichzeitig die Auflassungsvormerkung für den Käufer. Der Käufer ist zu diesem Zeitpunkt noch kein Eigentümer. Damit der Eigentümer keine wesentlichen Änderungen im Grundbuch vornehmen kann, wird der Käufer weitestgehend mit der Auflassungsvormerkung geschützt. Ebenfalls gehen beglaubigte Abschriften an das Finanzamt, die Kommune, den Verkäufer und an Sie als Käufer. Des Weiteren wird die Grundbestellungsurkunde an das Grundbuchamt geschickt.

Der Notar kümmert sich um alle Angelegenheiten, die notwendig sind, damit Sie Eigentümer der Immobilie werden können. Wenn der Verkäufer beispielsweise die Immobilie selbst einmal finanziert hatte, ist eine Grundschuld von seiner Bank im Grundbuch vorhanden. Diese Bank wird vom Notar angeschrieben und über den Verkauf informiert, verbunden mit der Bitte um Mitteilung, wie hoch die tatsächlichen Schulden des Verkäufers sind.

Zur Erklärung: Die Grundschuld wird immer in der Ursprungshöhe eingetragen und verändert sich während der Abzahlung nicht. Selbst wenn der Kredit vollständig zurückgezahlt ist, bleibt Sie im Grundbuch stehen. Sie kann aber auf Antrag eines Notars gelöscht werden.

Häufig erhalten Käufer den Grunderwerbssteuerbescheid des Finanzamts schon nach wenigen Tagen, nachdem die Einreichung des Kaufvertrags durch den Notar erfolgt ist. Sie haben einen Monat Zeit, die Steuer zu bezahlen. Es empfiehlt sich, die Steuerschuld möglichst schnell zu begleichen. Der Notar benötigt zur Beschaffung Ihres Eigentums die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts. Diese Bescheinigung wird i.d.R. erst nach Buchung der ausstehenden Steuerschuld erstellt.

Liegen alle Voraussetzungen vor, dass der Käufer Eigentümer werden kann, erstellt der Notar eine sogenannte Fälligkeitsmitteilung. In dieser teilt er dem Erwerber mit, dass er den Kaufpreis entrichten kann. Hier würde auch ein Hinweis stehen, wenn Teile des Kaufpreises an die Gläubigerbank des Verkäufers gezahlt werden müssen. Nun wird die Fälligkeitsmitteilung an das Finanzierungsinstitut mit einem Zahlungsabruf gesendet. Wenn die Grundschuldeintragung erfolgt ist und die Abschrift des beurkundeten beglaubigten Kaufvertrags vorliegt, kann der Kaufpreis ausgezahlt werden.

Aber was ist, wenn das Grundbuchamt längere Zeit benötigt, die Grundschuld einzutragen?

Dann kann der Notar eine Notarbestätigung erstellen. Damit bescheinigt er dem Gläubiger, dass die Grundschuld wie beantragt eingetragen wird und der Kaufpreis ausgezahlt werden kann. Der Vollständigkeit halber möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass der hier geschilderte Prozess den Regelfall darstellt. Es gibt Fälle, in denen Notare das sogenannte Notaranderkonto zur Abwicklung einsetzen. Dafür bedarf es eines berechtigten Sicherungsinteresses gemäß § 54a Abs. 2 BeurkG. Ein Beispiel: Das zu veräußernde Grundstück wird zwangsverwaltet. Um die Freigabe des Verkaufs durch den Gläubiger zu erwirken, muss die Zahlung gesichert auf dem Notaranderkonto verwaltet werden.

Nach Eingang des Kaufpreises beim Verkäufer bestätigt dieser dem Notar den Geldeingang. Nun kann der Notar dafür sorgen, dass das Eigentum auf den Käufer übergehen kann. Das Grundbuchamt bestätigt dem Käufer sodann mit Eintragungsmitteilung das nun bestehende Eigentum.

Wichtig bei einem Neubau: Wenn ein Neubau errichtet wird oder zusätzlich etwas modernisiert werden soll, fallen Rechnungen an. Diese können dem Kreditinstitut nach Erhalt zur Begleichung mit Zahlungsabruf eingereicht werden. I.d.R. verlangt der Gläubiger vor Auszahlung die Rechnungen zur Kontrolle. Diese können per E-Mail an das Kreditinstitut versendet werden.

Welchen Mehrwert können wir Ihnen bieten?

Mit der Unterzeichnung des Kreditvertrags ist somit noch lange nicht alles erledigt. Dies sollte Sie jedoch nicht abschrecken: Wir helfen Ihnen bei jedem Schritt und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Durch unsere Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Banken, Versicherungen und Bausparkassen können wir Ihnen mit unserer jahrelangen Expertise im Baufinanzierungsbereich die besten Möglichkeiten aufzeigen, Ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Wir bieten:

  • günstige Darlehenszinsen (oftmals günstiger als die eigene Hausbank)
  • flexible Termingestaltung (auch nach den banküblichen Öffnungszeiten)
  • uns, als direkten Ansprechpartner vor Ort in Bad Essen
  • große Auswahl an Finanzierungsvarianten
Welche Kosten entstehen für Sie und wie werden wir bezahlt?

Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich, inwieweit eine Finanzierung für Sie möglich und sinnvoll ist. Sollten wir eine Finanzierung für Sie in die Wege leiten können, so zahlen Sie keine zusätzliche Beratungsvergütung.

Diese erhalten wir direkt von der jeweiligen Bank/Versicherung/Bausparkasse und wird nicht gesondert abgerechnet.

Kommt nach unserer Beratung keine Finanzierung zustande, zahlen Sie ebenfalls keine Beratungsvergütung!

Somit gehen Sie kein Risiko ein und können sich unverbindlich beraten lassen.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie an einer kostenlosen und unabhängigen Beratung interessiert sind, dann kontaktieren Sie uns gerne.

Sie können über das folgende Eingabeformular Ihre Kontaktdaten eingeben, Fragen stellen oder um eine Rückmeldung bezüglich eines Termins bitten.

Sie können uns aber auch gerne direkt telefonisch kontaktieren oder unser Angebot der Online-Beratung in Anspruch nehmen.

2 Kommentare zu „Baukredit unterzeichnet…wie geht es nun weiter?“

  1. Vielen Dank für den Beitrag zum Ablauf nach dem Unterzeichnen des Baukredits! Nachdem wir unseren Kredit erhalten haben, haben wir uns mit der richtigen Abwicklung von Kaufverträgen befasst und einen Notar hinzugezogen. Gut zu wissen, dass man dem Notar den Grundbestellungsvordruck vor dem Termin zur Unterzeichnung zusenden sollte, um einen eventuellen zweiten Termin zu vermeiden!

  2. Mein Onkel hat mich letztens zum Thema Baukredit etwas gefragt, aber ich wusste darüber nichts. Deswegen bin ich echt froh, dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Das ist gut zu wissen, dass es hilft, dem Notar den Grundbestellungsvordruck rechtzeitig zu schicken. Nächstes Mal, wenn ich ihn sehe, kann ich ihm erzählen, was ich hier gelesen habe.

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