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Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler sinnvoll?

BU für Schüler
Warum braucht mein Kind denn eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Warum BU für Schüler?Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu den wichtigsten Versicherungen, denn statistisch gesehen gibt jeder vierte Arbeitnehmer seinen Beruf vor dem Rentenalter krankheitsbedingt auf. (Quelle GDV 2015)

Dies haben wir bereits im Beitrag „Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig“ genauer beschrieben. In dem Beitrag kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Absicherung der Berufsunfähigkeit für den Großteil der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland existenzsichernd ist. In der Vergangenheit haben wir feststellen können, dass sich vermehrt Eltern über die Absicherung Ihrer Kinder im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung informieren und bereits während der Schulzeit für Ihre Kinder eine solche Versicherung abschließen wollen.
Doch warum sollte es Sinn machen, bereits Schüler gegen die Berufsunfähigkeit abzusichern?

- Als Schüler bezieht man doch gar kein Einkommen, welches abgesichert werden muss! -

Im folgenden Beitrag gehen wir auf die obige Frage ein, dessen Antwort sich in 3 Punkte einteilen lässt:

  1. Gesundheitszustand
  2. Einstiegsalter
  3. berufliches Risiko
1. Gesundheitszustand

Der Gesundheitszustand der zu versichernden Person ist bei Antragsstellung einer BU eines der entscheidendsten Kriterien. Hierbei muss zu Beginn eine Vielzahl an Gesundheitsangaben gemacht werden, welche wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Oftmals haben wir in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass bei "älteren" Personen schon eine gewisse gesundheitliche Vorbelastung besteht. Und dabei sprechen wir nicht nur von den Personen über 40 Jahren, sondern bereits von den Zwanzigjährigen und aufwärts. Viele unserer Interessenten fühlen sich sehr „gesund“ und haben, ihres Wissens nach, keinerlei bis wenig harmlose Vorerkrankungen. Die Frage, ob eine Versicherungsgesellschaft sie aus gesundheitlichen Gründen nicht annehmen würde, stellt sich für die meisten gar nicht. Doch geht man dabei detailliert in die Beantwortung der Gesundheitsangaben einer BU und bezieht dabei Unterlagen der Krankenkassen und/oder Arztakten mit ein, wird oftmals deutlich, dass viele Vorerkrankungen und Diagnosen beim Kunden einfach nicht im Gedächtnis geblieben sind oder für die Versicherungsgesellschaften ein größeres Risiko darstellen, als zu Beginn vielleicht angenommen.

Diese Vorerkrankungen können unterschiedlicher Natur sein. Häufige Erkrankungen sind beispielsweise Allergien, Knochen- und Sehnenverletzungen, wie z. B. Meniskusschäden oder Achillessehnenrisse, psychische Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen oder aber auch einfache Verspannungen oder Rückenschmerzen. Diese können dazu führen, dass es unter Umständen zu Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnungen der BU-Versicherung kommt. Diese Personen haben dann den Nachteil, aufgrund der oben genannten Einschränkungen, zum einen nicht mehr den vollen Versicherungsschutz genießen zu können (z.B. durch Ausschluss), zum anderen aufgrund des Risikozuschlags durch die Vorerkrankungen weitaus höhere monatliche Beiträge entrichten zu müssen.

Personen im jugendlichen Alter hingegen  haben oftmals weniger gesundheitliche Vorbelastungen und sind tendenziell „gesünder“ als Personen im fortgeschrittenen Alter. Aus diesem Grund macht es Sinn, sich (oder seinem Kind) so früh wie möglich „den Gesundheitszustand zu sichern, denn dieser gilt als Bestandteil des Vertrages und ist ausschlaggebend für die Absicherung.

2. Einstiegsalter

Auch bei der BU gilt, wie bei einigen anderen Versicherungen auch, je früher mit der Absicherung begonnen wird, desto besser! Neben dem Gesundheitszustand kann sich ein Vorteil durch das junge Einstiegsalter des Schülers ergeben, denn bei den Versicherungsgesellschafen gilt man i.d.R. nach dem 31.12. eines Jahres als ein Jahr älter. Dies führt häufig dazu, dass der monatliche Beitrag um ein paar Prozent steigt. Auf die Laufzeit von mehreren Jahren gesehen zahlt demnach derjenige i.d.R. mehr, der sich später um die BU-Absicherung kümmert. Aus diesem Grund kann das Argument „ich warte noch bis nächstes Jahr mit der BU-Absicherung, dann habe ich ja für die Monate meine Beiträge gespart“ entkräftet werden.

Unabhängig von den Beiträgen sollte aber in erster Linie die Absicherung im Fokus stehen, denn auch in ein paar Monaten/Wochen/Tagen können Erkrankungen auftreten, die bei einer verspäteten Antragsstellung zu Problemen führen können.

3. Berufliches Risiko

Der dritte Punkt stellt das berufliche Risiko eines Schülers dar. Um dies nachvollziehen zu können, kann man sich am besten in die Lage der Versicherungsgesellschaften versetzen. Diese vergeben für die unterschiedlichen Berufsbilder auch unterschiedliche Risikoklassen. Ein Industriekaufmann zahlt beispielsweise eine geringere Risikoprämie bei der Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit als ein Zimmermann des gleichen Alters. Dies ist dem beruflichen Risiko und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden geschuldet. Demnach gewähren Versicherungen in der Regel günstigere Beiträge für Personen mit geringen beruflichen Risiken.

Der Schüler (je nach Schulform wird hier unterschieden) ist zwar nicht in der allerbesten Risikoklasse vorzufinden, aber dennoch in der Regel in einer besseren als derjenige mit einer Tätigkeit im Handwerk, wie z.B. ein Fliesenleger, Elektriker oder Tischler.

Wenn ein Schüler beispielsweise schon heute weiß, welche Ausbildung oder welchen Beruf er in der Zukunft ausüben möchte, dann kann er sich die Risikoklasse des Schülers heute und für die Zukunft "sichern". Bei guten Versicherungsbedingungen einer BU muss nämlich ein Berufswechsel nicht angegeben werden und es besteht dennoch Schutz für die ausgeübte Tätigkeit.

Im Folgenden verdeutlichen wir dies anhand eines Beispiels:

Vergleich Elektriker in Berufsausbildung

BU Elektriker

Vergleich Realschüler

BU Realschüler

In den beiden obigen Vergleichsrechnungen haben wir uns eine Versicherungsgesellschaft rausgesucht und bei dieser einen Vergleich der beiden Berufsgruppe (Schüler und Elektriker in Berufsausbildung) dargestellt. Wir haben mit identischen Parametern (Einstiegsalter, Endalter, BU-Rentenhöhe und monatliche Zahlweise) gerechnet. Lediglich die Kategorisierung des Berufs ist eine andere. Hierbei vergleichen wir einen Elektriker in Berufsausbildung mit einem Realschüler. Wenn der Schüler sich während seiner Schulausbildung (beispielsweise am 01.04.2019) für eine BU entschieden hätte, dann würde er einen Nettobeitrag von 57,15 € zahlen.
Beendet dieser Schüler seine Schulausbildung und beginnt zum 01.08.2019 eine Berufsausbildung zum Elektriker und entscheidet sich erst dann für den Abschluss einer BU, würde er 85,20 € pro Monat entrichten müssen.
Dies entspricht einen unterschied von gut 28 € pro Monat. Wohlgemerkt für den gleichen Schutz! Dies liegt lediglich an der Kategorisierung des aktuell ausgeübten Berufes, welcher in der BU-Versicherung immer angegeben werden muss. Da die BU-Absicherung bei handwerklichen Berufen von sehr großer Bedeutsamkeit ist, sich aber zahlreiche Personen „zu spät“ um eine Absicherungsform kümmern und somit die teilweise hohen Beiträge einer BU nicht stemmen können, ist hierbei zu einem frühzeitigen Abschluss einer BU besonders zu raten.

Fazit:

Die Berufsunfähigkeitsversicherung in jungen Jahren abzuschließen hat viele Vorteile. Eltern, die sich mit dem Thema befassen, sollten sich vorher beraten lassen. Es gibt verschiedene Versicherungsanbieter, die für Schüler Absicherungen anbieten. Hier empfiehlt sich ein Blick in die Bedingungen, denn diese entscheiden letztlich über die Leistungen.

Wie gehen Sie nun am besten vor?

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